Eine Veranstaltung im Rahmen der Bayerischen Demenzwoche:
Otto Huber aus Traunstein in Bayern ist einer der letzten Abenteurer. Er hat Expeditionen in bis dato unbekannte Gebiete unternommen, 8000er Gipfel bestiegen, Kletterrouten erstbegangen und die tiefste Schlucht der Welt im Himalaya erstbefahren. Er ist durch die Welt gereist, hat viel erlebt und oft nur knapp überlebt. Seine Vergangenheit ist ein einziges Abenteuer. Seine Gegenwart könnte konträrer nicht sein. Seit drei Jahren pflegt er seine Frau Ria. Alleine. 24 Stunden am Tag. Denn Ria hat Demenz und für Otto ist diese letzte gemeinsame Reise seine größte Herausforderung. Sie ist - wie er sagt - sein letzter Achttausender.
Regie: Manuela Federl
Kamera & Schnitt: Jens Börner
Produktion: Doppelkopf Studio
Termin: 18.09.26 um 19 Uhr im Kino am Tegernsee, Eintritt frei!
Anmeldung nötig unter 08022 24949 oder email an mgh.rottach@caritasmuenchen.org
Sonderveranstaltung am Sonntag, 25.10.26 um 11 Uhr:
AN DER SEITE BRUNO GRÖNINGS
Eintritt frei, ein Spendenkorb wir aufgestellt. Vorherige Anmeldung unter 0151 24296252 nötig.
Kann »ernste Musik« humorvoll sein? Unbedingt! Das zeigen die Berliner Philharmoniker und Chefdirigent Kirill Petrenko im Silvesterkonzert 2026: In seiner spritzigen Symphonie classique parodiert Sergej Prokofjew die Musik Haydns und Mozarts. Wiener Klassik hatte auch Dmitri Schostakowitsch im Ohr, als er sein gewitztes Doppelkonzert für Klavier und Trompete schrieb. An der Seite von Solotrompeter David Guerrier debütiert hier der 2001 geborene Pianist Alexander Malofeev. Kirill Petrenko entfacht zudem ein Feuerwerk des Schabernacks mit Till Eulenspiegels lustige Streiche von Richard Strauss. Erleben Sie diesen schwungvollen Jahreswechsel live im Kino!
Berliner Philharmoniker, Kirill Petrenko Dirigent, Alexander Malofeev Klavier, David Guerrier Trompete.
Otto Nicolai Die lustigen Weiber von Windsor: Ouvertüre
Dmitri Schostakowitsch Konzert für Klavier, Trompete und Streichorchester c-Moll op. 35
Sergej Prokofjew Symphonie Nr. 1 D-Dur op. 25 «Symphonie classique»
Richard Strauss Till Eulenspiegels lustige Streiche op.28
Johann Strauss (Sohn) Der Zigeunerbaron: Ouvertüre
U-tsu-wa ist ein mehrdeutiger Begriff, der im japanischen Alltag sehr gebräuchlich ist. Er steht für Gefäß, Hohlraum, Leere und Universum. Im übertragenen Sinn auch für Persönlichkeit. Der japanische Begriff charakterisiert in vielfacher Weise das Oeuvre von Ernst Gamperl, der in jahrzehntelanger Arbeit Methoden entwickelt hat, auf der Drechselbank auch große Baumstämme in millimeterdünne Hüllen zu verwandeln.
Ernst Gamperl hat ursprünglich Schreiner gelernt und dabei schon früh das Drechseln entdeckt. Als ehemaliger Extremsportler konnte er allerdings nicht der Versuchung widerstehen, diese Technik sehr rasch bis an ihre Grenzen auszureizen. Seine extrem dünnwandigen Schalen und formstarken Gefäße haben schon früh internationales Aufsehen erregt. Durch die ebenso einfühlsame wie handwerklich konsequente Auseinandersetzung mit dem Material Holz – bevorzugt Eiche – hat er entdeckt, dass Objekte aus frischem Holz nach dem radikalen Aushöhlen auf der Drechselbank einen schwer kalkulierbaren, völlig eigenständigen (Ver-)Formungsprozess generieren, der sie zu wesenhaften Gestalten werden lässt. Fehler im Ausgangsmaterial werden bewusst einbezogen. Seine neuesten, mannshohen Arbeiten in der Ambivalenz von Autonomie und Verletzlichkeit dürfen gleichermaßen als handwerkliche wie als künstlerische Sensation gewertet werden. Nicht selten haben seine Gefäße deutliche, klaffende Risse, die mit Schwalbenschwänzen für jedermann sichtbar überbrückt und zusammengehalten werden. Wenn künstlerische Aussagen Betrachter zu berühren vermögen, dann sind es sicher solch offensichtliche Momente des scheinbar Unperfekten, Verletzlichen.
In Zusammenarbeit mit der Tegernseer Kunstausstellung am 04.10.26 um 11 Uhr bei uns im Kino in Anwesenweit von Ernst Gamperl. Tickets hier.